Ringversuch zur Grundwasserprobenahme
Die Grundwasserprobenahme ist ein wichtiges Verfahren in der Altlastenuntersuchung sowie im Rahmen der Fremdüberwachung bei der Verfüllung von Gruben, Brüchen und Tagebauen.
Das LfU veranstaltete im Jahr 2024 einen Ringversuch zur Grundwasserprobenahme. An diesem Ringversuch teilgenommen haben alle Untersuchungsstellen, die zu diesem Zeitpunkt für den Teilbereich 2.1 laut Fachmodul Boden und Altlasten zugelassen waren.
Die Teilnehmer hatten die Aufgabe, anhand vorgegebener Unterlagen die Probenahme an einer Grundwassermessstelle zu planen und sie vor Ort im Gelände durchzuführen. Dabei wurden sie durch einen unabhängigen Auditor begutachtet. Dieser führte auch parallel zu den Teilnehmern Messungen der Vor-Ort-Parameter pH-Wert, spezifische elektrische Leitfähigkeit, Sauerstoffgehalt und Redoxpotential des Grundwassers durch. Jeweils zu Anfang und zum Ende einer Auditwoche nahm ein Vergleichsprobenahme-Team Proben. Die Proben der Teilnehmer und des Vergleichsprobenahme-Teams wurden in einem Labor untersucht. Alle Messergebnisse und die Feststellungen des Auditors flossen in die Auswertung ein.
Die Ergebnisse dieses Ringversuches wurden auf einer Fachtagung präsentiert. Vorträge, die dort gehalten wurden, finden Sie unter den weiterführenden Informationen.
Der Ringversuch des LfU zeigte, wie aufwendig und kompliziert Grundwasserprobenahmen sind. Durch umfassende Planung, zweckmäßige Ausrüstung, geeignete Vorgehensweisen, Ordnung und Sauberkeit lassen sich viele Fehler vermeiden.